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Blaue und graue Farben fluten über die Bilder der Detmolder Künstlerin Gesa Reuter, während sie meist Landschaften, Himmel, Wolken und das Meer malt.  Das Wasser ist nicht nur ihr immer wieder kehrendes Motiv, sondern auch ihr wichtigstes Malmittel. Zusammen mit den Pigmenten und den Maltechniken der alten Meister wie Eitempera- und Gouachemalerei entstehen selbst hergestellte Farben, die in dünnen Schichten nach und nach aufgebaut werden um eine transparente und vielschichtige Lichtwirkung zu erzielen. Die Untermalung schimmert durch die oberen Schichtungen hindurch und sorgt für die Tiefe und Leichtigkeit in den Bildern, gibt ihnen eine fast spirituelle Dimension und innere Weite. 

Dabei wechselt sie gern zwischen Papier und Leinwand, Malerei und Fotografie, zwischen konkreter und abstrakter werdend, um neue Arbeitsprozesse zu erforschen, neuerdings auch mit Tinte, Print und Wachs. Dabei sind die Übergänge, Verfremdungen, Abstraktionen und Spuren für sie besonders interessant, das zwischen den Dingen und "auf der Kippe" sein, das Pendeln zwischen den Welten. So schafft sie zunächst nur erste Spuren und Strukturen auf der Leinwand, die sie weiter entwickelt zu einem Ausdruck für die Schönheit und Weite der Natur, aber auch für Brüche, Morbides, Lebendiges, für innere Befindlichkeiten und Emotionen. Eine Landschaft ist bei ihr immer auch eine Seelenlandschaft und das Innere kann sich als äußere Landschaft zeigen.  Reale Gegebenheiten spiegeln Emotionen und Emotionen finden ihren Ausdruck in der Welt, in der wir leben.

Dazu nutzt sie unterschiedliche Farbigkeiten in ihren Werken, die Serien „Blaue Welten“ und „Graue Welten“ stehen somit auch für unterschiedliche Emotionen und Gefühle in Bezug auf Ereignisse - nicht nur in der inneren sondern auch in der realen äußeren Welt. Beim Malen und Fotografieren entsteht so ein innerer Dialog zwischen ihr und den Bildern, beim Anschauen wird dieser dann zum Dialog zwischen Bild und Betrachter: 

"Gesa Reuter gibt uns mit ihren Bildern eine Palette an Möglichkeiten, die Bilder erst einmal als Erlebnis wahrzunehmen (...) Sie gibt uns den Anlaß in blau - was immer Freiheit bedeutet, was immer Offenheit bedeutet, was den Kopf aufmacht, was auch den Geist aufmacht und die Seele lösen kann - einzutauchen, eine Fläche, um unsere Seele frei werden zu lassen und uns vor unsere inneren Landschaften zu stellen. Dass eine solche Weite assoziiert ist mit einer Landschaft – und ich weiß dass ich ihr jetzt unter Umständen Unrecht tue – aber dass eine solche Weite uns selbst innerlich weit machen kann, ist ein wirkliches Angebot der Künstlerin" (Jo Pellenz, Kurator der Art Pul)

 

Gesa Reuter ist in Norddeutschland geboren, lebt und arbeitet in Detmold. Seit 1996 malt sie mit verschiedenen Lehrern  des VBK Berlin, insbesondere Helga Ntephe. Seit 2014 stellt sie vermehrt aus, seit 2017 auch international, hat mittlerweile erste Käufer in Europa und den USA, ist bereits national und international vertreten in Wettbewerben, Sammlungen und Ausstellungen.